Lust in Paris

erotica ebooks by Ida J

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Lust in Paris

Mitten in Paris versucht ein scheinbar gewöhnliches Paar seinen weniger gewöhnlichen Appetit auf Sex zu stillen.

Aus dem Englischen übersetzt:
„Chase Your Pleasures in Paris”

***

Paris – ein Ort, mit dem ich bisher nicht warmgeworden bin. Vor zehn Jahren hatte ich eine miserable Reise dorthin mit einem Ex, der darauf bestanden hatte, die ganze Reise über zu arbeiten, und mich allein in Paris herumlaufen ließ. Ich hatte die Reise bezahlt und wurde von ihm als Dank noch angeschrien, weil ich zu den Croissants keine Marmelade mitgebracht hatte.

Aber jetzt ist es Jahre her, seit ich das letzte Mal dort war, und ich bin gespannt darauf, die Stadt wiederzusehen, also schlage ich das Jared vor. Und da er ein totaler Maximalist ist, besteht er darauf, dass es zu Valentinstag sein muss.

Bevor ich protestieren kann, hat er eine charmante Wohnung im 11. Arrondissement gemietet und die Thalys-Tickets gekauft.

Seit unserem letzten Sex-Abenteuer sind ein oder zwei Wochen vergangen, aus Neugier google ich die Sexclubs von Paris. Wie sich herausstellt, gibt es, getreu dem Klischee, viele. Das kommt für mich eigentlich ziemlich unerwartet, ich assoziiere Sexclubs viel mehr mit den Niederlanden und Deutschland. Ich bin sehr neugierig, wie das französische Pendant aussieht. Ob die Buffets Foie Gras statt Bitterballen anbieten. Es gibt immer ein verdammtes Buffet. Normalerweise ist so etwas nicht mein Ding, aber aus Abenteuerlust gehe ich immer wieder zurück und hoffe (meistens vergeblich) auf einen dieser magischen Momente, in denen es endlich mal gut ist, in denen ich eine oder zwei Personen treffe, die mir tatsächlich gefallen und die auch auf mich stehen.

Einige der Clubs sehen tatsächlich gut aus, abgesehen von der idiotischen geschlechtsnormativen Vorschrift, dass Frauen Röcke oder Kleider tragen müssen… Ich schicke Jared ein paar Optionen und schlage vor, uns einen davon anzuschauen, wenn wir dort sind. Bei dem Gedanken leuchten seine Augen auf. Er ist immer auf Ärger aus.

Wir kommen an einem Donnerstagabend spät an. Die Wohnung ist charmant altmodisch, abgenutzte Holzfußböden, ein ramponiertes braunes Sofa, eine Küche aus Holz mit Glasschränken, Messingarmaturen. Die Vorhänge an den hohen Fenstern sind aus muffigem, orangefarbenem Samt, es gibt ein altes Holzbett und ein winziges Badezimmer. Es ist so typisch Paris. Meine Vorstellungskraft spielt verrückt, ich bin eine Schriftstellerin im Paris der 30er Jahre, vielleicht bin ich Jean Rhys, oder idealerweise Anais Nin. Wir gehen in eine nahegelegene Bar, ich möchte ihm unbedingt die Art von Bar zeigen, in der ich schon als Teenager Zeit verbracht habe. Es ist seltsam, aber es ist schön, wieder Französisch zu sprechen, ich komme so selten dazu, es zu üben. Am nächsten Tag bestehe ich auf einem Ausflug zum Centre Pompidou, das ich als den Höhepunkt meiner letzten Reise dorthin in Erinnerung habe. Ich habe es angesprochen, und ich hoffe, dass es Jared genauso gut gefällt wie mir. Es stellt sich heraus, dass es immer noch eines der beeindruckendsten Kunstmuseen ist, in denen ich je war, und er ist gebührend beeindruckt davon.

Später beschließen wir, zum Valentinstag-Special des bestaussehenden Clubs Libertins zu gehen. Die Website des Clubs bemüht sich sehr darum, die Besucher davon zu überzeugen, dass es sich hier um einen hochklassigen Veranstaltungsort handle. Sie listet ungeheuerliche Preise auf, und ihre Website ist in einem Lavendelton gehalten, in einer Sprache, die so blumig ist wie das Design, mit viel Gerede über Verführung und Versuchung. Die Kleiderordnung ärgert mich sofort, Anzüge für Männer, Absätze und Röcke für Frauen. Sie legt sogar fest, dass Frauen in Hosen oder flachen Schuhen nicht reingelassen werden, ebenso wenig wie Männer in Jeans oder Turnschuhen. Es zeigt, wie weit ich bereit bin, für einen wirklich guten Sexclub zu gehen, dass ich diesen heteronormativen Schwachsinn und sehr unbequeme Schuhe in Kauf nehme, im Namen eines möglicherweise guten Abenteuers.

Wir kommen an der unbeschilderten Tür an, es ist chichi genug, dass es ausgewiesene Taxiparkplätze gibt. Wir klingeln an der Innentür. Warten eine Sekunde mit angehaltenem Atem. Der Türsteher ist diskret und gut gekleidet. Er spricht fließend Englisch, ich brauche also nicht zu übersetzen. Waren Sie schon einmal hier? Keine Getränke in den Darkrooms, ein paar andere Grundregeln. Er gibt uns eine Getränkekarte und winkt uns die rote Treppe hinunter in die Höhlen darunter.

Das Innere ist unglaublich, üppig gepolsterte Wände aus Samt, schimmerndes schwaches Licht, das den Eindruck von Kerzenschein erweckt. Man geht eine Treppe hinunter, um in das Labyrinth aus Bars und Darkrooms zu gelangen. Dort steht eine Tafel voller üppiger Köstlichkeiten – Türme aus Makronen, riesige Schalen mit Kirschen, zarte Pralinen auf kunstvollen Tellern. Besser als eine fettige Wurst. Die rote Samtpolsterung bedeckt jede Wand, es ist, als befände man sich in einer Körperöffnung, kein Zufall, nehme ich an.

Im Bar- und Tanzbereich herrscht die Atmosphäre einer Hochzeit. Paare in Kostümen, Frauen in Kleidern und High Heels, Männer in Anzügen, DJ-Musik mittleren Kalibers im Burning-Man-Style von vor etwa drei Jahren (und später französische Pop-Hits, die genau so klingen, als würden diese Langweiler hier sie auf ihren Hochzeiten hören wollen). Das Publikum ist relativ attraktiv, aber auf eine eher konventionelle Art und Weise. Es ist ein seltsames, samtweiches Hochzeitsarschloch voller Leute, die ihr …

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