Schätzchen

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Schätzchen

Stell Dir vor, Du bist ein Einbrecher und stehst auf einmal vor zwei schlafenden, nackten Mädchen. Was tust Du?

Lautlos schob der große, kräftige Mann die Türe auf. Und erstarrte. Auf dem Doppelbett vor ihm … keine zwei Meter neben seinem Ziel, dem Tresor … schliefen zwei junge Frauen. Eng umschlungen und splitternackt.
Hastig trat er zurück. Dank jahrzehntelanger Übung, brenzlige Situationen zu bewältigen, schaffte er es, die Türe wieder geräuschlos zu schließen. Dann lehnte er sich an die Wand, atmete tief ein und versuchte, seine Gedanken zu sammeln.

Es war alles so glatt gegangen. Seit ein paar Monaten hatte er die Villa ausgekundschaftet … ein riesiger, hässlicher Neureichen-Kasten aus den 1950er-Jahren … mit einem alten, niemals modernisierten Tresor im Schlafzimmer und einer fast antiken Alarmanlage, die lediglich Fenster und Türen im Erdgeschoss sicherte. Das Haus versprach zwar keine schwindelerregende Beute, dafür aber einen praktisch risikolosen Bruch. Als Fachmann der Heizungsfirma getarnt, war es ihm nicht schwer gefallen, sich Zugang zu verschaffen. Im Souterrain wurde er schließlich fündig. Dort war ursprünglich eine kleine Dienstbotenwohnung, die heute als Wäscheraum diente. Das Fenster bestand noch aus altem Einscheibenglas, und das Gitter davor wurde durch eine Kette gehalten, durch die seine Beißzange wie Butter schnitt.
Die Besitzer waren ein älteres, wohlhabendes und unternehmungslustiges Ehepaar. Momentan saßen sie auf Mallorca den Winter aus. Sie hatten eine Haushälterin, die zwei Mal pro Woche vorbei schaute. Doch jetzt hätte das Haus menschenleer sein sollen. Nachträglich fiel ihm die Unordnung in der Küche ein. Er hatte dem keine Bedeutung beigemessen; wie die Haushälterin ihre Arbeit erledigte, war ihm egal.
Ob die beiden ebenfalls auf Raubzug hier eingedrungen waren? Diesen Junkies heutzutage konnte man alles zutrauen … einschließlich der Idee, sich im Drogenrausch in einem fremden Haus auszuziehen und erst mal eine Runde zu pennen! Doch für Junkies war es nicht unordentlich genug gewesen. In der Küche hatten die Mädchen sich anscheinend nur ein paar Brote geschmiert, und das übrige Haus war tiptop in Ordnung.

All diese Überlegungen beschäftigten ihn jedoch nur am Rande. Viel wichtiger war die Frage: Sollte er auf das Geld im Tresor verzichten, sich die kleine Münzsammlung aus dem Arbeitszimmer unten einstecken und verschwinden? Nach all der Mühe, die er auf die Vorbereitung des Jobs verwendet hatte, war das keine sehr verlockende Perspektive. Doch was tun? Gewalt, gar ein Doppelmord, kam für ihn auf keinen Fall in Frage. Ärgerlich schlug er die Faust in die offene Hand. Was hatten diese beiden Gören jetzt auch hier zu suchen! Zumal splitternackt auf einem fremden Bett. Ihre Moral war ihm gleichgültig, doch er gehörte zu einer Generation, die noch ein gewisses Maß an Regeln für selbstverständlich hielt. Lesbensex im Porno – gut und schön, aber doch bitte nicht, wenn er in Ruhe arbeiten wollte!
Es mussten Angehörige der Hausbesitzer sein; das war die beste Erklärung, die ihm einfiel. Vielleicht waren sie zufällig in der Stadt, und man hatte ihnen das Haus als Übernachtungsplatz angeboten. So oder so … er musste zu einem Entschluss kommen. Zwar hatte er bis Montag Zeit … es war jetzt Samstag, 1.30 Uhr … doch während er herumstand und grübelte, stieg das Risiko, dass eines der Mädchen wach wurde und ihm der Vorteil entging, die beiden im Schlaf zu überrumpeln. Glücklicherweise war er Profi. Daher hatte er auch immer einen kleinen Vorrat an Kabelbindern dabei … genau für solche Überraschungsgäste auf seinen kleinen Streifzügen.

Entschlossen zog er die Skimaske wieder vors Gesicht, griff sich ein paar Kabelbinder und schob erneut die Schlafzimmertüre auf. Von draußen fiel genug Licht herein, um das Wichtigste zu erkennen. Sie lagen fast genau in der Mitte des breites Betts. Das war schlecht. Doch ihre Füße ragten fast über die Bettkante. Das war sehr gut. Für den Anfang brauchte er nur die zwei Paar Füße zusammenzubinden. Der Rest würde sich finden. Er musste dann nur darauf achten, dass keine etwas zum Zuschlagen in die Hände bekam, bis er diese auch gefesselt hatte.
Behutsam schloss er den ersten Binder. Es waren hübsche, schlanke Füße mit zarten Knöcheln und gepflegten Fußnägeln. Die andere war etwas kräftiger, anscheinend sogar recht rundlich. Dummerweise hatte sie das eine Bein angewinkelt. Das konnte heikel werden. Hier half also nur Überrumpelung und schnelles Handeln. Wach würden sie so oder so werden … und laut. Doch er hatte das Kippfenster geschlossen, bevor er die erste fesselte, und das Grundstück war groß. Ein wenig laut konnten sie also ruhig werden.
Rasch griff er zu, bog das zweite Bein nach hinten und schloss den Binder um die beiden kräftigen Knöchel. Rundlich war die Kleine, daran bestand kein Zweifel, doch in keiner Weise hässlich. Und jetzt kam sie langsam zu sich, zuckte hin und her … stumm noch halb im Schlaf … und wollte sich die Augen reiben. Das war seine Chance. Blitzschnell sprang er aufs Bett, packte die beiden zusammen gehaltenen Hände und schlang einen Binder um die Gelenke. Die Schlanke schien noch zu schlafen, doch das war ihm jetzt egal. Er griff ihre dünnen Arme, zog sie zusammen und schloss den letzten Binder um die schmalen Handgelenke.
Das Wichtigste war geschafft. Fast wie nebenbei drang ein schriller Aufschrei an sein Ohr. Es war die Schlanke, die zuerst laut geworden war. Die andere schwieg und blickte … soweit er in der Dunkelheit etwas erkennen konnte … panikartig um sich.
“Hey!” sprach er die Schreiende an. Sie schrie weiter.
“Hey!” Er griff ihr leicht um den Hals … nicht um sie würgen, sondern nur, um das Schreien zu beenden. “Ganz ruhig!”
Sie hörte tatsächlich auf. Dafür schien die andere zu meinen, sie könne trotz der Fesseln irgendwie entkommen. Sich windend rutschte sie Richtung Bettkante. Eigentlich war es ein interessante Anblick … ein nackter, üppiger Frauenkörper, der sich wie eine Schlange wand … die kräftigen Brüste durch die gefesselten Arme hervorquellend … die blank rasierte Scham nach oben gedrückt. Doch er war hier nicht zum Vergnügen, und zwei junge Frauen gemeinsam stellten ein gehöriges Risiko für ihn dar. Er musste dafür sorgen, dass sie auf keine dummen Gedanken kamen … sie vielleicht gleich noch gründlicher fesseln. Zunächst packte er die Kräftige am Arm und zog sie wieder zu sich.
“Und du bleibst hier, Schätzchen!”
“Lassen Sie mich los, Sie …”
Sie siezte ihn tatsächlich! Für einen Sekundenbruchteil war er verblüfft.
“Was wolltest du sagen?”
Ein heruntergeschluckter Laut war die Antwort. Ihm fiel auf, dass er immer noch auf dem Bett kniete, zwei butterzarte, junge, nackte Frauen rechts und links von sich. Wenn er sich jetzt nicht zusammenriss … in Bruchteilen einer Sekunde raste eine Kette von möglichen Geschehnissen an seinem inneren Auge vorbei. Der Anfang war sehr angenehm, doch danach sah er sich rasch bei einem längeren Aufenthalt in staatlicher Pension. Natürlich hatte er schon mal gesessen. Am Anfang war es eine Jugendstrafe gewesen. Und zuletzt ein ganzes Jahr. Er hatte sich vorgenommen, alles, aber auch wirklich alles zu tun, um es zu keiner weiteren Wiederholung kommen zu lassen … alles, außer sich eine legale Beschäftigung zu suchen, versteht sich.
Er rutschte rückwärts vom Bett, stellte sich breitbeinig davor und leuchtete die beiden zitternden Mädchen mit der Taschenlampe an.
“Also gut, hört mir zu!” sprach er sie in seinem düstersten Tonfall an. “So wie’s aussieht, kann ich euch hier nicht gebrauchen. Also haltet euer Maul, dann passiert euch nichts. Ich werde einige Zeit brauchen, und je weniger ihr mich ablenkt, um so schneller bin ich weg. Aber ich warne euch! Wenn ihr Ärger macht, kann’s leicht sein, dass ich mir doch noch was einfallen lasse für euch!”
Bewusst ließ er offen, was ihm da alles einfallen könnte. Sollten sie ruhig Angst haben und grübeln.
“So.” Er leuchtete in ihre Gesichter. Der Zarten liefen Tränen über die Wangen. Nun, das war wahrscheinlich unvermeidlich. Sie würde sich schon beruhigen. “Ich geh jetzt kurz raus, mein Zeug holen. Und ich will keinen Laut hören!”

Heimlich in sich hinein grinsend ging er nach draußen, wo seine Tasche immer noch auf dem Flur stand. Gleich hinter der Türe blieb er stehen und lauschte. Bis auf ein ganz leises, unterdrücktes Schluchzen blieb es still … immerhin. Dann raffte er sich auf. Er musste endlich an die Arbeit gehen. Eine gute Stunde würde es dauern, bis der Safe auf war. Er griff sich seine Tasche, ging zurück ins Schlafzimmer und zog die Türe hinter sich zu. Dann ließ er die drei schweren Rolläden vor den Fenstern und der Terrassentür herab. Darin lag ein gewisses Risiko; irgendeinem aufmerksamen Nachbarn mochte auffallen, dass die Läden plötzlich unten waren. Doch zum nächsten Grundstück hin wuchsen dichte Büsche, und besser, es war dunkel, als dass jemandem das grelle Flackern seines Schweißbrenners auffiel.
Die Läden waren relativ neu und schlossen dicht; das hatte er als “Umweltingenieur” der Heizungsfirma überprüft. Er schaltete das Licht ein. Eigentlich brauchte er zu seiner Arbeit kein weiteres Licht &#…

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