Die nackte Zeit

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Die nackte Zeit

Sex zu viert, S/M Spiele, Lesbensex – Die nackte Zeit ist ein erotisches Meisterwerk über die verwirrende Reise eines Mannes.

I. Kapitel

Mein Name ist Ripold Heinrich Winkel, und ich wurde am 4. August des Jahres 1852 als drittes Kind des Schullehrers Leopold Friedrich Winkel in Friedberg im Großherzogtum Hessen geboren. Nach erfolgreichem Abschluss der höheren Schule ermöglichten mir die Einkünfte und Beziehungen meines Vaters als Heimat- und Naturforscher die Aufnahme eines Studiums der Biologie in Frankfurt am Main. Hier kam ich in Kontakt zu Johannes Freiherr von Hunspach, der sich als Mitglied der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft zu jener Zeit durch mehrere vorzüglich geplante und erfolgreiche naturkundliche Expeditionen einen Namen gemacht hatte. Bald lud er mich ein, an seinen Unternehmungen teilzunehmen. In Folge bereisten wir von 1875 bis 1876 den Nordosten Britisch-Indiens und von 1879 bis 1880 die junge, blühende Kolonie Deutsch-Ostafrika.
Es war nicht lange nach unserer Rückkehr, dass Nachrichten über ein wachsendes Interesse an der Erforschung der Pole nach Frankfurt drangen. Zahlreiche Expeditionen brachen in den ersten Jahren des neuen Jahrzehnts auf, um dem ewigen Eise seine Geheimnisse zu entreißen. Auch Johannes Freiherr von Hunspach zog es in das unbekannte Neuland. So schifften wir uns an einem freundlichen Spätsommertag im September des Jahres 1883 in Bremerhaven ein, um den südlichen Polargebieten unsere Aufwartung zu machen. Frohgemut betrat ich die Planken unseres für die Expedition gecharterten Dampfschiffs, schenkte Stadt und Hafen kaum einen Abschiedsblick – und ahnte nicht, wie lange es dauern sollte, bis ich deutschen Boden wieder sehen oder betreten würde!
Die Expedition verlief zunächst zu unserer größten Zufriedenheit. Das Wetter blieb erträglich, und im südlichen Polarmeere angekommen profitierten wir ab Januar von einem milden Sommer. Nach einem kurzen Besuch der Südlichen Orkneyinseln stießen wir rasch an die Küste vor, von der man zu jener Zeit bereits vermutete, dass sie ein noch unbekanntes, ausgedehntes Festland umgab. Hier nun sollte mich mein Schicksal ereilen. Die Einzelheiten des Unglücks sind mir bis heute verborgen geblieben, doch so viel ist gewiss: Ich stürzte während einer Exkursion in eine Gletscherspalte und verlor das Bewusstsein.
Erst einige Zeit nach meiner Rettung fanden die unglaublichen Hilfsmittel meiner Retter eine mögliche Erklärung, was dabei geschah. Ich schien versucht zu haben, mich mit meinem Eispickel an der Wand festzuhalten, während ich in die Tiefe stürzte. Dabei beschädigte ich die dünne Trennwand einer Gasblase, die dort vielleicht seit zehntausenden von Jahren eingeschlossen gewesen war. Die genaue Art und Herkunft des Gases konnten bislang selbst die Zauberkräfte dessen, was heute als Wissenschaft gilt, nicht mit Sicherheit bestimmen. Die Theorien gehen von den Folgen eines Vulkanausbruchs bis zur Fracht eines Meteoriten aus den fernsten Fernen des Weltalls. Sicher ist allein das Ergebnis: Ich blieb, tiefgekühlt und von dem exotischen Gasgemisch in bester Form konserviert, für sehr, sehr lange Zeit bewusstlos.

***

Die ersten Male, als ich mein Bewusstsein schließlich wiedererlangte, waren wie ein Fiebertraum. Geräusche, Lichter und Stimmen wirbelten um mich wie ein Mahlstrom, und ich kann heute nicht mit gutem Gewissen behaupten, damals bereits erste Erkenntnisse über die Welt gesammelt zu haben, in die mich mein Unglück so unversehens gestoßen hatte. Gewiss bin ich mir jedoch, welches Bild mein erstes wirkliches Erwachen prägte. Es war das Gesicht einer Frau. Freundlich lächelte sie mich an, mit einem angenehmen, wenn auch etwas herben Antlitz, umrahmt von blonden Haaren, so kurz geschnitten, wie ich es nie zuvor bei einer Frau erblickt hatte.
“Guten Morgen, Herr Winkel,” sagte sie. Zweifelsohne sprach sie deutsch, doch ihre Aussprache hatte einen eigenartigen, mir unbekannten Akzent.
“Guten Morgen,” brachte ich mühsam hervor.
“Oh, Sie spreschen! Das ist gut. Machen Sie sisch nur nischt zu viele Mühe. Sie sind noch sehr, sehr sc…

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